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Günsdorf

Günsdorfer WappenGünsdorf ein Ortsteil der Bergstadt Zwönitz
Günsdorf liegt am Rand der Hormersdorf-Thumer Hochfläche in einer Höhe von 500-580 m.
Der Ort hat eine Fläche von 251 ha, 190 Einwohner und gehört seit dem 1. Januar 1999 zur Stadt Zwönitz. Günsdorf wurde 1515 zum ersten mal urkundlich erwähnt, doch ist das Dorf weitaus älter.

Man geht von einer mainfränkischen Besiedlung aus. Noch heute besitzt es stattliche Dreiseitenhöfe. Das Dorf war bis zur Säkularisierung im Jahre 1536 Besitz des Klosters Grünhain, im Amt Grünhain bis 1839. Seit jeher ist es nach Hormersdorf eingepfarrt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich aus dem Handwerk der Strumpfwirkerei ein Betrieb (Thriemer), der als Teil eines VEB bis zur Wende produzierte. Das Dorf ist landwirtschaftlich geprägt und hat auch Ferienwohnungen für Touristen. Diese finden auch im Landhotel "Gasthof Günsdorf" freundliche Aufnahme, ebenso ist Günsdorf ein hervorragender Wohnstandort. Wanderziele von Günsdorf aus sind des Hormersdorfer Hochmoor, die Greifensteine und der Geyerische Wald.

Heimatkundelehrpfad Zwönitz - GünsdorfHeimatkundelehrpfad Zwönitz - Günsdorf
"Waldhufendorf in einer Quellmulde am Rande der Hormersdorf-Thumer Hochfläche mit der Besonderheit, dass die 7 ursprünglichen Gehöfte nicht in einer Reihe aufeinanderfolgen.
Fränkische Besiedlung im Anfang des 13. Jahrhunderts, vermutlich durch die Herrschaft Stollberg.
Um 1250 Besitzübergang an das Kloster Grünhain. Schriftliche Ersterwähnung 1515 als Guntzelsdorff (Dorf eines Gonzo, Gunczel bzw. Günthers). Das 1 Gerichtssiegel (1685) zeigt eine Darstellung der römischen Göttin Justitia, das heute verwendete Wappenbild einer von zwei Roggenähren umrahmten Haferähre, belegt die landwirtschaftliche Tradition des Dorfes. Im 16. Jahrhundert war Zwönitz als Teil des Grünhainer Amtes für das Gericht zuständig. Von 1539 bis etwa 1555 lässt sich auch die Zwönitzer Stadtkirche als Pfarrkirche nachweisen. Von da ab bis in die Gegenwart ist die Seelsorge der Hormersdorfer Kirche zugeordnet. Seit 1839 kehrt das Dorf zum Amt Stollberg zurück.

WappensteinDurch die Eingemeindung nach Hormersdorf im Jahre 1974 verliert Günsdorf seine Selbständigkeit. Seit dem 01. Januar 1999 ist Günsdorf ein Teil der Stadt Zwönitz mit Rechten im Rahmen der Ortschaftsratsverfassung. Mit der Einweihung des neuen Feuerwehrdepots und der Übergabe der Außenanlagen im Jahre 2001/02 erhielt Günsdorf einen Dorfmittelpunkt. Der Wappenstein wurde bereits 1934 beim Bau der Staustelle verwendet und trägt die Kürzel der Bauleute."

Abschrift der Denkmalstafel!